Einladung zur Informationsveranstaltung „Moderne Therapien bei Rückenschmerzen“

5. Wirbelsäulenschmerzkongress München
Infoveranstaltung für Patienten

Im Vorfeld des 5. Wirbelsäulenschmerzkongresses München, den die Wirbelsäulenliga e.V. zusammen mit der Interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie (IGOST) veranstaltet, findet am Freitag, 25. November 2016 eine Informationsveranstaltung für Interessierte statt.

Unter der Leitung unseres Präsidenten Dr. Reinhard Schneiderhan stellen Orthopäden und Neurochirurgen aus dem Bereich der Wirbelsäulenmedizin neue Verfahren zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen vor. Anschließend beantworten die Experten gern individuelle Fragen der Teilnehmer.

Die Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt.

Wo: Sheraton München Arabellapark Hotel, Arabellastraße 5, 81925 München
Wann: am Freitag, 25.11.2016, von 16:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr

DAS PROGRAMM

Begrüßung und Einführung

 

Dr. R. Schneiderhan

 

5 min.

Mini PLIF, eine neue minimal-invasive Behandlungsmöglichkeit für degenerative Veränderungen im Lendenwirbelbereich (LWS) Dr. med. D. Salger, MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen 20 min.
Endoskopie Verfahren an der Lendenwirbelsäule Z. A. Hadi  Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen 20 min.
Rückenmarksstimulation bei chronischen Rückenschmerzen am Beispiel einer Patientin (Schmerzschrittmacher) Prof. Dr. Dr. N. G. Rainov, FRCSEd, MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen  20 min.
Fragen und Antworten Moderation:  Dr. R. Schneiderhan 25 min

 

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Akupunktur bewährt sich bei chronischen Schmerzen

Die Wirksamkeit der Schmerzakupunktur ist inzwischen allgemein anerkannt. Wird sie von einem Facharzt zur Behandlung von Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Knies durchgeführte, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen Kosten für bis zu zehn Sitzungen. Bei starken Schmerzen ist die Schmerzakupunktur auch in Ergänzung anderer Therapieformen sinnvoll zum Beispiel mit dem Ziel, die Schmerzmittelgabe zu reduzieren. Vor der eigentlichen Akupunkturbehandlung erfolgt eine ausführliche Anamnese inklusive Puls- und Zungendiagnostik.

So wirkt das Heilverfahren

Die so genannten Leitbahnen verbinden sowohl die inneren Organe untereinander als auch das Körperinnere mit der Haut als äußere Hülle. Über die Leitbahnen fließt die Körperenergie. Mit dem Verfahren der Akupunktur reguliert und aktiviert der Therapeut diese Energien, löst Blockaden und unterstützt die körpereigenen Regulationsmechanismen. An einigen Stellen befinden sich die Energiebahnen vergleichsweise nah an der Körperoberfläche und sind damit gut für den Therapeuten erreichbar. Hier liegen die Akupunkturpunkte.

 Die Selbstheilungskräfte stärken

Der Therapeut aktiviert diese Akupunkturpunkte mit feinen Nadeln und kann damit sowohl Stauungen des Energieflusses lösen, die oft zu Schmerzen führen, als auch krankheitsauslösende Faktoren ausleiten. Es ist therapeutisch erwünscht, dass der Patient beim Einstich der Nadel eine Reaktion des Körpers verspürt. Diese zeigt die richtige Position der Nadel an und ist ausschlaggebend für den Behandlungserfolg.

Sanft und wirksam

Die große Chance der Akupunktur besteht in der sanften und ebenso wirksamen wie dauerhaften Reduzierung chronischer Schmerzen. Die Akupunktur ist nebenwirkungsfrei, es kann lediglich nach der Behandlung zu einem vorübergehenden Gefühl der Erschöpfung kommen. In sehr seltenen Fällen bildet sich an der Einstichstelle ein Bluterguss.

 

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Übernehmen Sie selbst Verantwortung. Stärken Sie Ihren Rücken.

Interview mit dem Präsidenten der Wirbelsäulenliga, Dr. Reinhard Schneiderhan, Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde in München.

Herr. Dr. Schneiderhan, wann hatten Sie selbst das letzte Mal Rückenschmerzen?

RS: Gestern. Das liegt an einem degenerativen Thema und daran, dass ich mein Trainingsprogramm diese Woche nicht im gewohnten Rhythmus absolviert habe.

Woher kommen die Schmerzen?

RS: In der Regel durch zu wenig, falsche oder einseitige Bewegung. Außerdem durch natürlichen Verschleiß, der ja bereits im Alter von 20 Jahren beginnen kann und ganz unterschiedlich verläuft. Bei manchen Menschen verursacht er massive Beschwerden. Andre spüren davon wenig.

Wie kann jeder selbst Problemen vorbeugen?

RS: Durch präventive Übungen oder wenn nötig gezieltes Training. Dieses sollte aber zumindest am Anfang unter Anleitung erfolgen. Es ist sinnvoll, sich Übungen zeigen zu lassen und abklären zu lassen, ob schon Veränderungen an der Wirbelsäule vorliegen. Wenn bei einem bestimmten Training, etwa im Fitnessstudio Beschwerden auftreten, sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Wann sollte man außerdem noch mit Rückenschmerzen zum Arzt gehen?

RS: Rückenschmerzen sind immer ein Warnsignal. Tritt nach zwei oder drei Tagen keine Besserung ein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Bei Lähmungs- oder Ausfallerscheinungen ist es angeraten, sofort zu handeln.

Bin ich vor Rückenschmerzen gefeit, wenn ich mein Leben lang Sport treibe?

RS: Nein, nicht unbedingt. Sie würden aber frühzeitig merken, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wichtig ist, dass man in sich hineinhört und nicht einfach irgendwelche Ratschläge befolgt. Man sollte sich selbst immer fragen: Was tut mir körperlich, geistig und psychisch gut? Wie intensiv will ich mich bewegen? Das richtige Maß an Bewegung und Training ist eine Frage der Selbstreflexion. Es ist wichtig, dass jeder selbst herausfindet, was für seine körperliche Leistungsfähigkeit und sein psychisches Gleichgewicht am besten ist.

Das ist nicht immer einfach. Haben Sie noch einen Tipp, was dem Rücken im Allgemeinen gut tut oder fast immer schadet?

RS: Grundsätzlich gilt: Es kommt auf das Maß an. Die Dosis macht das Gift. Wenn jemand mit Rückenproblemen nur Laufen geht, ist das falsch. Wenn er das sehr lange macht, schadet er sich. Auch Schwimmen ist nicht immer gut für den Rücken. So positiv sich Rücken- oder Brustschwimmen auswirken können, so sehr belastet der Delphin einen untrainierten Rücken. Radfahren bringt relativ wenig, aber es belastet auch nicht. Zu den Sportarten, die eher ungünstig für den Rücken sind, zählen solche, die einseitig durchgeführt werden. Meine Empfehlung ist es, den goldenen Mittelweg individuell zu suchen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Tag der Rückengesundheit am 15. März 2016

Der diesjährige bundesweite Aktionstag für mehr Rückengesundheit steht unter dem Motto „Ergodynamik – bringen Sie Ihren Alltag in Bewegung!“

Nutzen Sie das vielfältige Angebot verschiedenster Gesundheitseinrichtunen und lassen Sie sich zu erfrischernder Abwechslung im Büro und Zuhause inspirieren. Ihr Rücken wird es Ihnen mit großerm Wohlbefinden danken.

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Kopf hoch! Gezieltes Training gibt der Wirbelsäule Stabilität

Kopf hoch! So lautet ein weit verbreiteter Rat. Eigentlich auf die innere Einstellung bezogen, sollte dieser auch der Rückengesundheit zuliebe Beachtung finden. Denn eine aufrechte Position des Beckens und Rückens beugt vielen Erkrankungen wie Wirbelkanalverengungen oder Bandscheibenvorfällen vor. Um unserem Rücken die Aufrichtung zu erleichtern, gilt es vor allem die tief an der Wirbelsäule anliegende Muskulatur zu trainieren.

Alles im Gleichgewicht

Im Gegensatz zu der oberflächlichen Muskulatur können wir die tief liegenden Muskeln nicht bewusst anspannen, sondern nur durch gezielte Positionswechsel des gesamten Körpers trainieren. Für die Stabilität der Wirbelsäule spielen insbesondere die kurzen, zwischen Wirbel und Bandscheiben liegenden Muskeln sowie die Bauch- und Beckenmuskulatur eine bedeutende Rolle. Die folgenden Übungen dienen ihrer Kräftigung.

Kreisende Standwaage

Ein Bein seitlich vom Körper strecken und den Oberkörper möglichst weit in die entgegengesetzte Richtung neigen, sodass zwischen ihnen eine gerade Linie entsteht. Hände in die Hüften stemmen und bei getrecktem Fuß mit dem Bein kleine Kreise formen. Nach fünf Rechts- und fünf Linksdrehungen die Seite wechseln und die Abfolge etwa drei Mal wiederholen.

Wirbelsäulendreher

Das linke Bein im rechten Winkel anheben. Nun die Arme seitlich nach außen strecken und den Rumpf in aufrechter Haltung so weit nach links drehen, bis sich beide Arme auf einer Linie mit dem angehobenen Oberschenkel befinden. Nach fünf Sekunden die Seite wechseln. Dabei immer den Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen. Zehn Mal wiederholen.

Seitlicher Ausfallschritt

Aus dem Stand einen seitlichen Ausfallschritt nach rechts machen und die Fußspitze dabei zur rechten Seite zeigen lassen. Hiernach den Oberkörper nach rechts kippen und mithilfe des Ellenbogens auf den Oberschenkel stützen, wobei der andere Arm ausgestreckt zum Himmel zeigt. Anschließend den Bauch anspannen und den aufgestützten Arm vom Bein lösen, sodass er gerade ausgestreckt nach vorne zeigt. Nach fünf Sekunden die Seite wechseln und die Abfolge fünf Mal pro Bein wiederholen.

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Wie chronische Schmerzen entstehen

Experten unterscheiden zwischen akuten, spontan auftretenden und chronischen, also immer wiederkehrenden Schmerzen. Von Letzteren spricht man nach etwa drei Monaten, sie gelten beispielsweise als Begleiterscheinung von Verschleiß oder rheumatischen Erkrankungen. Bleiben chronische Schmerzen unbehandelt kann es vorkommen, dass die eigentliche Ursache sich gar nicht mehr feststellen lässt.

Symptom als Ursache

Zum Beispiel können Patienten etwa nach einem Bandscheibenvorfall Schmerzen verspüren, obwohl sie bereits einen erfolgreichen Eingriff hinter sich haben. Hier greift das so genannte Schmerzgedächtnis. Dabei handelt es sich um eine Störung in dem „System Schmerz“: Schmerzentstehung, Weiterleitung und Verarbeitung greifen nicht mehr optimal ineinander, Schmerzerfahrung werden so im zentralen Nervensystem abgespeichert, dass ich ihre Weiterleitung über das Rückenmark ins Gehirn verselbständigt. In der Folge spürt der Patient Schmerzen, ohne dass es dafür eine Ursache gibt.

Weiterleitung ausschalten

Je früher eine Behandlung von Schmerzen beginnt, desto geringer ist das Risiko der Chronifizierung. Haben sich bereits anhaltende Beschwerden entwickelt, sollten Patienten einen auf die Schmerztherapie spezialisierten Experten aufsuchen und mit einer individuellen Therapie beginnen. In diesem Rahmen kommen konservative, minimalinvasive und operative Verfahren zum Einsatz. in schweren Fällen kann auch der sogenannte Schmerzschrittmacher helfen. Der kleiner Stimulator, vergleichbar mit einem Herzschrittmacher, gibt schwache elektrische Impulse an das Rückenmark ab und unterbricht so die Schmerzweiterleitung zum Gehirn. Es bleibt lediglich ein leichtes Kribbeln an der Stelle, an der zuvor die Beschwerden auftraten. Patienten können die Stärke des Impulses selbstständig regeln und somit auf eventuelle Veränderungen eingehen können.

 

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Brennpunkt verengter Wirbelkanal: So wichtig ist die zweite Meinung

An Bandscheibe und Wirbelsäule wird zu viel operiert, denn häufig können auch  minimalinvasive Verfahren helfen. Betroffene sollten sich deshalb auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen, bevor Sie sich zu einem Eingriff entschließen. Patienten mit verengtem Wirbelkanal profitieren besonders davon. Denn hier gibt es die meisten unnötigen Operationen. Wer in einem interdisziplinären Zentrum mit radioligischer Abteilung eine zweite Meinung einholt, kann bei Bedarf die gesamte Diagnostik an einem Tag durchlaufen. Das Ärzteteam erstellt dann auch gemeinsam ein Therapiekonzept. Diese Form der Zusammenabeit setzt sich in der Schmerztherapie ganz zu Recht zunehmend durch.

Spezialisten-Rat schgützt vor unnötigen Operationen

Besonders häufig holen Patienten mit einer Wirbelkanalverengung eine zweite Meinung ein. Ihnen kann häufig mit minimal-invasiven Methoden geholfen werden, etwa wenn die Verengung nicht durch Knochenanlagerungen, sondern durch Weichteile wie Narbengewebe oder Bandscheibenvorfälle verengt ist. Obwohl das oft nicht notwendig wäre, empfehlen viele Ärzte in solchen Fällen dennoch weiterhin eine Versteifungsoperation. Meist sind Patienten betroffen, die bereits an den Bandscheiben operiert wurden und durch das entstehende Narbengewebe neue Schmerzen erleiden. Narbengewebe engt den Wirbelkanal ein und drückt auf die Nervenwurzeln.

Video-Katheter blickt in den Wirbelkanal

Minimal-invasive Therapien sind dann eine gute Alternative zur Operation, zum Beispiel der Video-Katheter. Bei dieser Methode führen wir eine dünne Sonde über eine Kanüle durch die Haut und das Kreuzbein in den Wirbelkanal ein. Ihre Spitze kann millimetergenau dort hin gelenkt werden, wo die Schmerzursache liegt. Dann können gezielt Medikamente injiziert werden. Narbengewebe und Verklebungen lösen sich und vorgewölbtes Bandscheibengewebe schrumpft. So wird der Wirbelkanal wieder weiter. Die Patienten müssen dazu nur drei Tage in der Klinik bleiben. Sie sind meist nach etwa sechs Wochen schmerzfrei und können ihrer gewohnten beruflichen Tätigkeit schnell wieder in vollem Umfang nachgehen sowie Sport betreiben. Eine große Operation schränkt solche Aktivitäten sehr viel länger ein.

 

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4. Wirbelsäulenschmerzkongress München

Am 28. November stand im Münchner Arabella Sheraton Hotel alles im Zeichen der Wirbelsäule. Mit Fachvorträgen von Spezialisten aus den Bereichen der Wirbelsäulenmedizin, brachte die Wirbelsäulenliga e.V. als Veranstalter das Publikum – vorwiegend Neurochirurgen, Orthopäden, Schmerztherapeuten verschiedener Fachrichtungen sowie Physiotherapeuten – auf den neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung und medizintechnischen Entwicklung.

150 Fachärzte und Physiotherapeuten

Als Präsident der Wirbelsäulenliga e.V. und Leiter des Regionalen Schmerzzentrums München/Taufkirchen der deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) begrüßte Dr. Schneiderhan die etwa 150 Gäste und übergab zunächst das Wort an Prof. Dr. med. Hans-Raimund Casser vom DRK Schmerz-Zentrum Mainz, der das wissenschaftliche Programm mit einem Beitrag zum Stellenwert interventioneller Maßnahmen bei der interdisziplinären multimodalen Therapie eröffnete.

Minimalinvasive Therapien

Weitere Referenten stellten neue Möglichkeiten minimalinvasiver Eingriffe an der Halswirbelsäule und dem Iliosacralgelenk sowie moderne endoskopische Behandlungsmöglichkeiten vor. Die Beiträge zu den aktuellen Entwicklungen bei den klassischen chirurgischen Wirbelsäulentherapien reichten von speziellen Fragestellungen zur operativen Versorgung der Halswirbelsäule, über die Möglichkeiten der Behandlung bei einer Ossifizierung des Längsbandes, bis hin zu Therapieformen bei Spinalkanalstenose.

Berufspolitik

Der letzte Teil des Kongresses war der Berufspolitik gewidmet. Die lebhafte Diskussion zeigte hier auch 2015 wieder deutlich: Das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der modernen Schmerzmedizin und den berufspolitischen Rahmenbedingungen besteht unverändert fort. Das Interesse der Teilnehmer hielt bis zu den Ausführungen der letzten Vortragenden, Frau Rechtsanwältin Karin von Strachwitz-Helmstatt zum neuen Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen, unverändert an.

Informationsveranstaltung für Patienten

Am Vorabend des Kongresses fand eine Informationsveranstaltung für Patienten statt. Niemand muss mit Rückenschmerzen leben: Sogar in scheinbar aussichtslosen Situationen gibt es Therapiemöglichkeiten, die eine ganz neue Lebensqualität schaffen. Die namhaften Referenten Prof. Rainov, Dr. Sommer und Z. Hadi aus dem MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen haben dieses in ihren Vorträgen klar zum Ausdruck gebracht. Besonders deutlich wurde dies durch die Ausführungen der mit der SCS-Sonde (Schmerzschrittmacher) behandelten Patientin Elke Adam, die ihre Patientengeschichte und Erfahrungen dem Publikum persönlich schilderte und im Anschluss an die Vorträge für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stand.

 

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Weltosteoporosetag am 20. Oktober

Am 20. Oktober ist Weltosteoporosetag. Er verfolgt das Ziel, über Früherkennungsmaßnahmen und wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Bei dieser als Volksleiden verbreitete Krankheit vermindert sich durch Veranlagung, Bewegungsmangel und Mangel an Vitamin D (Sonnenlicht) der Mineralgehalt der Knochen. Betroffene haben ein erhöhtes Risiko, Knochenbrüche zu erleiden, selbst bei leichter körperlicher Aktivität oder einfachen Stürzen. Besonders die Wirbelsäule und der Oberschenkelhals können schon bei geringem Druck brechen. Beeinträchtigungen und Schmerzen sind die Folge. Allein in Deutschland betrifft die Knochenerkrankung fast 8 Millionen Menschen. Frauen sind stärker gefährdet als Männer. Um nicht nur das Risiko für Brüche zu verringern, sondern dem Knochenschwund gezielt entgegenzuwirken, verdienen bestimmte Faktoren besondere Aufmerksamkeit:  Eine gesunde Lebensweise und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und vor allem die gute Versorgung mit Kalzium und Vitamin D3. Diese unterstützen den Erhalt des Knochens und helfen, den Abbau der Knochenzellen zu vermindern.

Kalzium im Knochen halten

Sport wie Joggen, Schwimmen oder gezieltes Muskelaufbautraining unterstützen den Widerstand gegen Osteoporose besonders gut. Ähnlich wie beim Muskel stärkt sportliche Betätigungdas Skelett. Bei unbelasteten Knochen erkennt der Organismus für das darin vorhandene Kalzium keinen Nutzen und transportiert es an andere Körperstellen. Umgekehrt führt er den Nährstoff in die knöchernenStrukturen zurück, sobald dort Bedarf entsteht.  Da Sonnenlicht die Produktion von Vitamin D3 ankurbelt empfehlen Experten, besonders in der dunklen Jahreszeit möglichst viel Zeit draußen in natürlichem Tageslicht zu verbringen.

Brüche (auf-)richten

Da derKrankheitsverlauf meist schleichend auftritt, erkennen Betroffene Osteoporose oft sehr spät. Knochenbrüche und chronische Schmerzen bilden dann häufige Folgen. Medikamentewie Bisphosphonatehemmen den Knochenabbau und lindern Schmerzen. Doch bereits aufgetretene Frakturen, lassen sich meistens nur durch Operationen wieder richten. Um zum Beispiel Wirbel nach Brüchenwieder zu stabilisieren, kommt die Ballon-Kyphoplastiezum Einsatz, bei der mithilfe einer Punktionsnadel ein kleiner Ballon in den geschädigten Knochen geschoben und mit Flüssigkeit unter Druck aufgepumpt wird. Dabei richtet sich der deformierte Wirbelkörper auf. Nach Entfernung des Ballons befüllt der Operateur diesen Hohlraum mit Knochenzement und stabilisiert so den betroffenen Wirbel.

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4. Wirbelsäulenschmerzkongress – Informationsveranstaltung für Patienten

Im Vorfeld des 4. Wirbelsäulenschmerzkongresses in München findet am 27. November 2015 eine Informationsveranstaltung für Interessierte und Patienten statt. Unter der Leitung unseres Präsidenten Dr. Reinhard Schneiderhan stellen Orthopäden und Neurochirurgen aus dem Bereich der Wirbelsäulenmedizin neue Verfahren zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen vor. Anschließend beantworten die Experten gern individuelle Fragen der Teilnehmer.

Die Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt.

Wo: Sheraton München Arabellapark Hotel, Arabellastraße 5, 81925 München
Wann: am Freitag, 27.11.2015

Weitere Informationen sowie Details zum Programm folgen.

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