2. Wirbelsäulenschmerzkongress in München

Am 25./26. November 2011 findet der 2. Wirbelsäulenschmerzkongress in München statt. Ärzte aus ganz Deutschland werden diesen wichtigen Termin wieder zum regen Erfahrungsaustausch mit anerkannten Wirbelsäulenspezialisten nutzen. Nach dem großen Erfolg der Veranstaltung im Vorjahr treffen sich Mediziner, Physio- und Sporttherapeuten, Forscher und Entwickler zum zweiten Mal zu einem interdisziplinären Austausch über „Schmerzen“ und „Wirbelsäule“. Die Initiatoren um Dr. Reinhard Schneiderhan, Präsident der Wirbelsäulenliga e. V., konnten erneut namhafte internationale Experten als Referenten gewinnen. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen in diesem Jahr degenerative Erkrankungen der Halswirbelsäule, die Multimodale Schmerztherapie und neue Möglichkeiten der Osteoporose-Therapie.

Weitere Informationen unter www.wirbelsaeulenschmerzkongress.de

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Rückenprobleme: neue Diagnosetechnik

Rund 11 Millionen Menschen leiden in Deutschland zeitweise oder ständig an Rückenschmerzen. Die Ursachen dafür werden jedoch nicht immer erkannt – dazu ist die Wirbelsäule als zentrales Konstruktionselement des Körpers zu komplex. Betroffen können Schmerzrezeptoren in Wirbelkörpern, Bandscheiben, Muskeln, Knorpeln, Nerven, Dornfortsätzen usw. sein. Oft werden in Arztpraxen schmerzstillende Analgetika verabreicht, die auf den gesamten Bewegungsapparat wirken, selbst wenn der Schmerz lediglich lokal entsteht, z. B. im Wirbelkanal oder entzündungsbedingt an Vernarbungen. Die präzise Diagnose gilt deshalb weltweit als besondere Herausforderung für Neurochirurgen und Orthopäden.
Wo steckt der Schmerz? In der Praxisklinik Dr. Schneiderhan in München-Taufkirchen wird neuerdings die Epiduroskopie eingesetzt: Eine lediglich 1,2 Millimeter dünne Sonde schlängelt sich unter Bildschirmkontrolle durch verschiedenste Rückenstrukturen. Orthopäde Dr. Schneiderhan: „Die Spiegelung kann zwischen Entzündungen, Verklebungen, Engstellen oder Resten von Bandscheibenvorfällen unterscheiden, hilft somit beim Aufspüren der Schmerzquelle“.
In leichter Schlafnarkose werden am Patienten eine Spezialkanüle und eine Minisonde unmittelbar an die betroffene Nervenwurzel herangeführt. Danach wird eine individuell abgestimmte Medikamentenmischung eingespritzt, gereizte Nerven auf diese Weise ruhiggestellt. Enzyme lösen rückenmarksnahe Vernarbungen auf, eine konzentrierte Kochsalzlösung lässt außerdem störendes Gewebe schrumpfen, das den Nerv bedrängt.

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Für kräftigere Knochen: Joggen mit Magermilch

Wer öfter die Laufschuhe anzieht und Sport treibt, aktiviert den Kalzium-Stoffwechsel und kräftigt das Skelett. Am Klinischen Forschungszentrum des Helen Hayes Hospitals in West Haverstraw (US-Staat New York) beobachtete Professorin Jeri Nieves 125 weibliche Mittel- und Langstreckenläuferinnen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren über einen Zeitraum von zwei Jahren. Ihr Fazit: „Wer mehr von dem Knochenmineral zu sich nimmt, speziell in Form von Magermilch und Magerkäse, entwickelt durch Laufen festere Knochen und senkt das für Osteoporose typische Risiko für Ermüdungs- oder Belastungsbrüche“. Knochenmineraldichte und –inhalt wurden mit Radiograph, Knochen-Scannern und Magnetresonanzverfahren aufgezeichnet.
Das wissenschaftliche Ergebnis ist auch für ältere und weniger sportliche Frauen interessant: Jedes zusätzliche Glas Magermilch pro Tag senkte über den Studienzeitraum das Knochenbruchrisiko um bis zu 68 Prozent. Professorin Nieves: „Die wichtigsten Milchnährstoffe Kalzium, Kalium, Vitamin D und Eiweiß erhöhen – gemeinsam mit Lauf- und Bewegungstraining – speziell die Dichte der Hüftknochen, aber auch aller anderen Knochen im Körper“. Die Studie wurde im August 2011 von der American Academy of Physical Medicine and Rehabilitation veröffentlicht.

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Das Gehirn leidet mit: Depressionen durch Rückenschmerzen

Anhaltende Lendenwirbelschmerzen können depressive Verstimmungen auslösen, sie verändern Aktivitäten in Hirnbereichen, die für unsere Stimmungslage verantwortlich sind. Dies haben Neurologen um Dr. Ajay Wasan vom Brigham Hospital in Boston (US-Staat Massachusetts) in einer viel beachteten Studie herausgefunden (veröffentlicht im August 2011 im Fachjournal “Anesthesiology“). Möglich wurden die Erkenntnisse durch eine neuartige Arterial Spinal Labeling-Technik (ALS), die den Blutfluss in Hirnbereiche aufzeichnet. Dr. Wasan: „An der ins Gehirn einströmenden Blutmenge lässt sich ablesen, wie spezielle Neuronen auf chronische Lendenwirbelschmerzen reagieren“. Aus dem Ergebnis erklären sich erstmals die oft erheblichen „Mood Switches“, Stimmungsschwankungen, unter denen Rückenschmerzpatienten häufig leiden. Bekannt ist, dass betroffene Frauen und Männer oft unter einem negativen Stressverhalten, Verzagtheit, Pessimismus oder Angstgefühlen leiden.
ALS ist eine so genannte Magnetresonanzperfusion, bei der Nährsubstanzen über arterielles Blut in hauchfeine Kapillaren von Gewebe transportiert werden. Damit lassen sich Gehirnblutströme sehr präzise verfolgen. Dr. Wasan: „In unserer Studie verglichen wir 16 Patienten mit Schmerzen im Bereich der Lendenwirbel mit 16 gesunden Probanden. Um Schmerz zu aktivieren, mussten die Versuchspersonen Becken und Beine extrem steil stellen, dabei wurde das subjektive Schmerzempfinden registriert sowie Hirnblutströme insbesondere im parietalen Kortex und seinen weiter verarbeitenden Hirnarealen gemessen. Unsere Studie eröffnet nun möglicherweise neue Einblicke in die Zusammenhänge von Schmerz und Psyche“.

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Wirbelsäulenliga warnt: Rückenkrank durch Schwabbelspeck

Mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung hat Übergewicht, rund 11 Millionen leiden an Rückenbeschwerden. Studien haben jetzt bestätigt, dass ein Body Mass Index (BMI) über 25 (entspricht etwa einem Übergewicht ab 4 Kilo bei Männern und 3 Kilo bei Frauen) die Risiken für Rückenprobleme deutlich erhöht. Wegen des ständigen Gewichtsdrucks auf Wirbelbereiche bei gleichzeitig meist physiologisch ungesunder Körperhaltung degenerieren Bandscheiben im Laufe von Jahren . Sie können dann nicht mehr – ähnlich einem Wasserkissen – wie Stoßdämpfer wirken. Die Folge sind Schmerzen oder eine verschobene Schonhaltung der Betroffenen, was langfristig zu weiteren Komplikationen führt, so etwa im Bereich von Hüft- oder Kniegelenken.
Modernes Magnetresonanzimaging, ein bildgebendes Verfahren, bewertet die so genannte Signalintensität des Nucleus pulposus, eines zellarmen, gallertartigen und wasserreichen Bandscheibengewebes. Interessanterweise leiden Wirbelsäulen jüngerer, übergewichtiger Menschen offenbar mehr unter Extrapfunden als jene von Personen im mittleren Alter. Fazit: Ein Mangel an Bewegung macht dick und den Rücken krank. Die Wirbelsäulenliga rät: runter mit dem Übergewicht, täglich mindestens 20 Minuten einfaches Körpertraining (Wandern, Joggen, Radfahren, Liegestütze, Sit-ups, Yoga, Aerobic, Jazzdance usw.).

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Voller Saal beim 1. Münchner Bandscheibentag

Am 19. November 2010 fand im Vorfeld des großen Wirbelsäulenschmerzkongresses der erste Münchner Bandscheibentag statt. Zahlreiche Interessierte kamen der Einladung der Deutschen Wirbelsäulenliga nach, sodass der Veranstalter den Vortragssaal bereits nach kurzer Zeit schließen musste. 350 Zuhörer folgten letztendlich mit Begeisterung den Vorträgen von Dr. Reinhard Schneiderhan, Dr. Frank Sommer und Dr. Samer Ismail. Im Anschluss nahmen sich die Referenten ausreichend Zeit, die individuellen Fragen der Gäste zu beantworten. „Der große Zulauf bei der Veranstaltung zeigt uns, dass nach wie vor ein großer Informationsbedarf auf dem Gebiet der Rückenschmerzen besteht“, sagt Initiator Dr. Schneiderhan. „Wir werden eine solche Veranstaltung sicherlich noch einmal wiederholen.“

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1. Wirbelsäulenschmerzkongress ein voller Erfolg

Der erste Wirbelsäulenschmerzkongress in München am 20. November 2010 hat die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen. Über 200 Ärzte kamen zu der Veranstaltung und zeigten nicht nur großes Interesse an den Vorträgen, sondern beteiligten sich auch rege an den Diskussionen. Die interdisziplinären und renommierten Referenten aus Deutschland und Österreich deckten vielfältige Bereiche wie Schmerzforschung, Diagnostik, minimalinvasive und operative Wirbelsäulentherapien ab. Dabei zeichnete sich insbesondere die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit ab. So betonte Initiator Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga: „Nur eine interdisziplinäre Diagnostik sowie eine sorgfältige Schmerzanamnese und -analyse unter Einbeziehung der Schmerzchronifizierungsmechanismen ermöglichen eine erfolgreiche Therapie. Mit diesem Weg müssen wir die Zahl der über acht Millionen chronisch schmerzkranken Patienten endlich verringern.“

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1. Münchner Bandscheibentag am 19. November

Deutsche Wirbelsäulenliga informiert Interessierte über neueste Ansätze

Einladung zum ersten Münchner BandscheibentagAm Freitag, den 19. November 2010 findet der erste Münchner Bandscheibentag statt. Im Vorfeld des großen Wirbelsäulenschmerzkongresses lädt die Deutsche Wirbelsäulenliga Patienten und Interessierte um 16 Uhr zu Vorträgen rund um das Thema Rückenschmerzen im Sheraton München Arabellapark Hotel ein. Initiator Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga, informiert gemeinsam mit weiteren Experten über neueste Entwicklungen und Behandlungsmethoden im Bereich der Wirbelsäule. Dabei reicht die Spanne von konservativen Therapien über minimalinvasive Verfahren bis hin zu modernen Operationstechniken. Weiterlesen

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Am 20. November 2010 findet in München der erste Wirbelsäulenschmerzkongress statt.

Mediziner, Physio- und Sporttherapeuten, Forscher und Entwickler treffen sich erstmalig zu einem interdisziplinären Austausch zu den Themen „Schmerzen“ und „Wirbelsäule“. Die Initiatoren um Dr. Reinhard Schneiderhan, Präsident der Wirbelsäulenliga e. V. und ärztlicher Leiter des MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan, konnten dafür namhafte internationale Experten als Referenten gewinnen.

Mehr Information im Flyer: WS-Schmerzkongress-München

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Haltungsschäden bei Kindern

Nach Meinung der Experten leiden bereits mehr als 30 Prozent aller Jungen und Mädchen über 6 Jahren an Haltungsschäden. Schuld sind zu wenig Bewegung, unpraktische, zu schwere Schulranzen und ergonomisch untaugliche Arbeitstische. Weiterlesen

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