4. Wirbelsäulenschmerzkongress München

Am 28. November stand im Münchner Arabella Sheraton Hotel alles im Zeichen der Wirbelsäule. Mit Fachvorträgen von Spezialisten aus den Bereichen der Wirbelsäulenmedizin, brachte die Wirbelsäulenliga e.V. als Veranstalter das Publikum – vorwiegend Neurochirurgen, Orthopäden, Schmerztherapeuten verschiedener Fachrichtungen sowie Physiotherapeuten – auf den neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung und medizintechnischen Entwicklung.

150 Fachärzte und Physiotherapeuten

Als Präsident der Wirbelsäulenliga e.V. und Leiter des Regionalen Schmerzzentrums München/Taufkirchen der deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) begrüßte Dr. Schneiderhan die etwa 150 Gäste und übergab zunächst das Wort an Prof. Dr. med. Hans-Raimund Casser vom DRK Schmerz-Zentrum Mainz, der das wissenschaftliche Programm mit einem Beitrag zum Stellenwert interventioneller Maßnahmen bei der interdisziplinären multimodalen Therapie eröffnete.

Minimalinvasive Therapien

Weitere Referenten stellten neue Möglichkeiten minimalinvasiver Eingriffe an der Halswirbelsäule und dem Iliosacralgelenk sowie moderne endoskopische Behandlungsmöglichkeiten vor. Die Beiträge zu den aktuellen Entwicklungen bei den klassischen chirurgischen Wirbelsäulentherapien reichten von speziellen Fragestellungen zur operativen Versorgung der Halswirbelsäule, über die Möglichkeiten der Behandlung bei einer Ossifizierung des Längsbandes, bis hin zu Therapieformen bei Spinalkanalstenose.

Berufspolitik

Der letzte Teil des Kongresses war der Berufspolitik gewidmet. Die lebhafte Diskussion zeigte hier auch 2015 wieder deutlich: Das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der modernen Schmerzmedizin und den berufspolitischen Rahmenbedingungen besteht unverändert fort. Das Interesse der Teilnehmer hielt bis zu den Ausführungen der letzten Vortragenden, Frau Rechtsanwältin Karin von Strachwitz-Helmstatt zum neuen Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen, unverändert an.

Informationsveranstaltung für Patienten

Am Vorabend des Kongresses fand eine Informationsveranstaltung für Patienten statt. Niemand muss mit Rückenschmerzen leben: Sogar in scheinbar aussichtslosen Situationen gibt es Therapiemöglichkeiten, die eine ganz neue Lebensqualität schaffen. Die namhaften Referenten Prof. Rainov, Dr. Sommer und Z. Hadi aus dem MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen haben dieses in ihren Vorträgen klar zum Ausdruck gebracht. Besonders deutlich wurde dies durch die Ausführungen der mit der SCS-Sonde (Schmerzschrittmacher) behandelten Patientin Elke Adam, die ihre Patientengeschichte und Erfahrungen dem Publikum persönlich schilderte und im Anschluss an die Vorträge für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stand.

 


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