Was Oma noch wusste …

Überholte Verhaltensregeln für eine gesunde Wirbelsäule

Die guten alten Tipps für alle Lebenslagen sind dem Wandel unterworfen, gerade im Gesundheitsbereich. Neue Erkenntnisse bringen neue Handlungsempfehlungen mit sich, und so gilt nicht mehr alles für die Enkel, woran die Großeltern noch glaubten. Um den Rücken gesund zu halten, wird zum Beispiel einem aktiven Lebensstil inzwischen eine viel größere Bedeutung zugemessen als früher.

Dynamisch sitzen tut gut

Wohl jeder kennt das aus seiner Kindheit die Aufforderungen: „Sitz still! Halt dich gerade!“ Gut, dass kaum ein Kind dazu in der Lage war, sie strikt zu befolgen. Denn damit hätte es seinem Rücken mehr geschadet als genutzt. Viele Menschen verbinden eine aufrechte Haltung mit einer gesunden Wirbelsäule. Doch dauerhaftes Sitzen mit angespannter Rückenmuskulatur belastet sowohl Bandscheiben als auch Muskeln. Wer viel sitzen muss sollte sich einen dynamischen Stuhl anschaffen und möglichst oft die Position wechseln, um in Bewegung zu bleiben und Spannungen zu vermeiden. Es ist auch erlaubt, sich einfach mal in den Stuhl zu lümmeln – zumindest aus der Sicht der Wirbelsäule.

Bewegung ist besser als Schonung

Sich bei Schmerzen zu schonen ist ein natürlicher Impuls. Man sollte es damit aber nicht übertreiben. Auf dem Sofa darauf zu warten, dass Rückenschmerzen vergehen ist ein vergebliches Unterfangen. Betroffene sollten sich so viel wie möglich bewegen. Abhängig von den individuellen Möglichkeiten, bieten sich beispielsweise Gymnastik, Schwimmen oder auch Spaziergänge an. Solche Aktivitäten stärken die Muskulatur und schonen gleichzeitig die Gelenke. Durch Be- und Entlastung der Bandscheiben findet ein Flüssigkeitsaustausch statt, der die natürlichen Stoßdämpfer gesund hält.

Minimal-invasive Behandlungsmethoden

Menschen mit Rückenschmerzen finden sich häufig einfach mit ihren Schmerzen ab. Denn wie unsere Vorfahren scheuen sie Risiken einer Operation. Was viele nicht wissen: Heutzutage stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl, mit denen Beschwerden schonend gelindert werden können. Häufig helfen konservative Verfahren wie Physiotherapie, die Wirbelsäule wieder zu stabilisieren. Bei Bandscheibenvorfällen oder chronischen Schmerzen kommen minimali-invasive Therapien wie der Mikrolaser in Betracht. Dabei wird über eine Kanüle unter anderem überschüssiges Bandscheibengewebe geschrumpft und schmerzende Nervenfasern ausschaltet.

Zweite Meinung einholen

Patienten sollten zudem bedenken, dass es sich bei Rückenbeschwerden selten um einen Notfall handelt. Wer im Hinblick auf die vorgeschlagene Therapie zögert, sollte die Möglichkeit nutzen, bei einem weiteren Arzt eine zweite Meinung einzuholen. Denn auch das ist nicht mehr wie früher: Patienten sind heute gut informiert und bei der Wahl der Therapien die wichtigsten Partner ihrer Ärzte.

Großeltern am Kamin

Großeltern am Kamin

 

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Wie viel Sport ist gesund?

Grundsätzlich gilt: Auf die richtige Dosis kommt es an. Bewegung fördert die Gesundheit, trainiert die Muskulatur und stärkt somit auch den Rücken. Wer jedoch übertreibt oder Bewegungen beim Sport falsch ausführt, riskiert oftmals das Gegenteil. Nichtsdestotrotz brauchen unsere feinen Rückenmuskeln und Bandscheiben regelmäßige Bewegung, um ihre wichtige Stütz- und Pufferfunktion für die Wirbelsäule nicht zu verlieren. Auch bei sportlichen Aktivitäten gilt es also, das richtige Maß für die persönliche körperliche Verfassung zu finden.

Öfter mal die Treppe nehmen

Mehr Bewegung bedeutet nicht gleich sportliche Höchstleistungen. Da die meisten Menschen ihren Tag überwiegend im Sitzen bestreiten, hilft es oft, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Schon wer häufiger Treppen steigt oder kleinere Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegt, tut seinem Rücken Gutes. Wem es dazu noch gelingt, bewusster auf alltägliche Bewegungsmuster zu achten und sie rückenschonend auszuführen, der stärkt seine Wirbelsäule nachhaltig und ohne großen Aufwand. Sowohl im Sitzen als auch im Stehen auf eine gerade Körperhaltung zu achten, schwere Lasten nicht mit rundem Rücken sondern mit der Kraft der Beine anzuheben oder beim Schuhebinden in die Hocke zu gehen, entlastet das Rückgrat und bildet die Basis für einen rückenfreundlichen Alltag.

Sanft den Rücken stärken

Danebenschaffen regelmäßige sportliche Aktivitäten einen Ausgleich zu langem Sitzen. Um den Bewegungsapparat und vor allem die Rückenmuskulatur zu stärken, eignen sich insbesondere Sportarten mit leichten Dehn-, Beuge- und Stretchbewegungen. Dazu gehören Ausdauersportarten wie Nordic Walking und Schwimmen, bei denen wechselseitige Bewegungen den Körper gleichmäßig belasten. Außerdem gelten Yoga und Pilates als optimales Training für den Rücken. Sie stärken besonders die Rumpfmuskulatur und schulen gleichzeitig Koordination und Gleichgewicht.

Die richtige Technik entscheidet

Sportarten wie Tennis, Fußball oder Golf gelten als weniger empfehlenswert für ein ausgewogenes Rückentraining. Abrupte Richtungswechsel und ungewohnte Drehbewegungen beanspruchen das Rückgrat. Ruckartige Bewegungen und stoßartige Belastungen beeinträchtigen die Gesundheit unserer Wirbelsäule. Daneben erhöht eine falsche Technik das Risiko fürVerletzungen. Deshalb kommt es bei diesen Sportarten besonders auf eine rückenschonende Ausführung der Bewegungen an. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei relativ einseitig belastenden Sportarten Ausgleichstraining durchzuführen, das die Muskulatur gleichmäßig stärkt. Für alle Freizeit-Sportler gilt: Es kommt auf die richtige Dosierung an. Die eigene körperliche Fitness bestimmt die Intensität des Trainings. Nur so machen sportliche Aktivitäten Spaß, bauen Stress ab und wirken entspannend. Beibereits bestehenden Rückenschmerzen oder um diesen sicher vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Training vorhermit einem Arzt abzustimmen.

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Wie chronischer Schmerz entsteht

Chronische Schmerzen sind weit verbreitet, es leiden auch sehr viele Wirbelsäulenpatienten darunter. Wirksame Therapieansätze zu finden ist eine vordringliche Aufgabe der Schmerzmedizin, denn permanenter Schmerz ist eine große psychische und emotionale Belastung für die Patienten. Wissenschaftler aus der Schweiz haben nun herausgefunden, dass ein Mechanismus im Gehirn dafür mitverantwortlich ist.

Nervenzellen bilden Gedächtnisspur des Schmerzes

Thomas Nevian vom Institut für Physiologie der Universität Bern und sein Kollege Mirko Santello sind nun dem Ziel näher gekommen, die Entstehung chronischer Schmerzen besser zu verstehen. Die beiden Wissenschaftler untersuchten die Veränderungen von Nervenzellen bei chronischen Schmerzen in einem Hirnareal, das schmerzassoziierte Emotionen verarbeitet. Dabei spielt die Ausbildung eines so genannten Schmerzgedächtnisses eine entscheidende Rolle. Nervenzellen, die ständig durch Schmerzreize aktiviert werden, bilden eine Gedächtnisspur für den Schmerz, die sich irgendwann nicht mehr zurückbildet.

Empfindliche Nervenzellen 

Schmerzen werden durch elektrische Impulse wahrgenommen, die in den Nervenzellen erzeugt werden. Daher suchten die beiden Wissenschaftler gezielt nach Veränderungen der elektrischen Eigenschaften von Nervenzellen. Sie fanden heraus, dass chronische Schmerzen zu einer leichteren Erregbarkeit der Nervenzellen im untersuchten Hirnareal führen. Diese Veränderung konnte auf einen bestimmten sogenannten Ionenkanal zurückgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein Eiweißsmolekül in der Membran einer Nervenzelle, welches ihre elektrischen Eigenschaften bestimmt. Die Funktion des untersuchten Ionenkanals war bei chronischen Schmerzen reduziert. Das führte dazu, dass Nervenimpulse leichter ausgelöst wurden und steigerte somit das Schmerzempfinden.

Serotoninrezeptoren können Schmerzen dämpfen

 Die Wissenschaftler versuchten, diesen Ionenkanal zu manipulieren und dessen Funktion wieder herzustellen. Indem sie einen bestimmten Rezeptor für den Botenstoff Serotonin aktivierten, gelang es ihnen, die normalen Eigenschaften der Nervenzellen wieder herzustellen und die Schmerzwahrnehmung zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigten auch einen neuen Wirkmechanismus für bekannte Schmerzmedikamente auf, die zur Klasse der sogenannten trizyklischen Antidepressiva gehören. Bisher wurde angenommen, dass diese Medikamente ihre Wirkung an den Schmerzrezeptoren und im Rückenmark entfalten. Neu ist, dass sie auch einen direkten Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung im Gehirn haben können. Es wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis neue Medikamente gegen chronische Schmerzen zur Verfügung stehen.

Quelle: Santello M & Nevian T. Dysfunction of cortical dendritic integration in neuropathic pain reversed by serotoninergic neuromodulation. Neuron, 2015

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Aktive Kinder haben seltener Rückenschmerzen

Der Grundstein für einen gesunden Rücken wird schon in jungen Jahren gelegt. Zwar treten ernsthafte Wirbelsäulenbeschwerden wie Gleitwirbel oder Bandscheibenvorfälle meist erst im Erwachsenenalter auf, die Wurzeln solcher Übel reichen aber oft weit zurück. Kinderärzte stellen heute bei zwei von drei Kindern Haltungsschwächen und Fehlhaltungen wie Rund- oder Hohlrücken fest. Das müsste nicht sein.

Bewegung ist wichtig

Abhilfe wäre leicht zu schaffen – ganz einfach durch mehr Bewegung. Kinder verbringen viel zu viel Zeit im Sitzen. Nicht nur in der Schule und bei den Hausaufgaben, ihr Alltag wird immer früher vom Fernsehen und den Neuen Medien dominiert. Eltern sollten vor allem dafür sorgen, dass genug Zeit zum Spielen im Freien bleibt. Dabei kräftigen Kinder ihren Muskelapparat ganz von selbst. Besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung ist der Aufbau einer stützenden Bauch- und Rückenmuskulatur; und die Vermeidung von Übergewicht, das Wirbel und Bandscheiben zusätzlich belastet.

Schwere Schultaschen

Schulränzen mit zu hohem Gewicht richten ebenfalls gesundheitlichen Schaden an. Eltern sollten darauf achten, dass der Tornister ihrer Kinder nicht mehr als 15 Prozent des Körpergewichts ausmacht und dass er sich gut auf dem Rücken tragen lässt. Bei schon bestehenden Beschwerden oder auch zur Vorbeugung werden gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur notwendig. Soweit sollte man es allerdings nicht kommen lassen. Bieten Sie Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten an. Hierzu kann auch ein Gymnastikball gehören, der statt eines herkömmlichen Stuhles vor dem Schreibtisch steht. Aufrechtes Sitzen und Federn darauf bringt die Tiefenmuskulatur in Schwung und ist auch gut für das Konzentrationsvermögen.

Schuränzen sind schwer Quelle: Volker06

Schuränzen sind schwer Quelle: Volker06

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Tag der Rückengesundheit am 15. März 2015

Beschwerden im Rücken haben vielfältige Ursachen. Auch die Psyche spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. „Um Schmerzen erfolgreich zu lindern, muss die individuelle Wahrnehmung berücksichtigt werden. So kann Stress gezielt entgegengewirkt werden“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan. Mit dem Motto „Sie haben es in der Hand – Rückenschmerzen bieten Chancen“ widmet sich der diesjährige Tag der Rückengesundheit am 15. März genau diesem Phänomen.

Kreislauf durchbrechen

Anhaltende Rückenschmerzen sowie psychische Anspannung bilden oft einen Teufelskreis. Auf der einen Seite verstärken körperliche Beschwerden die negative Wahrnehmung alltäglicher Situationen. Auf der anderen Seite erhöht Stress den sogenannten Muskeltonus, was wiederum zu schmerzhaften Verspannungen führt. „Mit der Zeit kann es passieren, dass Betroffene beziehungsweise deren Nerven regelrecht auf Schmerz programmiert werden“, so Schneiderhan. „Neben medikamentösen oder minimalinvasiven Therapien, die direkt an der Reizweiterleitung zum Gehirn ansetzen, helfen hier oft gezielte Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.“

Entspannung und Bewegung

Darüber hinaus stärken beispielsweise Sportarten wie Yoga, Pilates oder Tai Chi gleichzeitig Körper und Geist. Aber auch im Alltag empfiehlt es sich, negative Stresssituationen zu vermeiden oder einen entsprechenden Ausgleich zu finden. „Dabei sollten persönliche Vorlieben im Fokus stehen“, rät der Wirbelsäulenspezialist. „Während die einen zum Beispiel nach einem anstrengenden Tag am Schreibtisch mit intensivem Sport abschalten, entspannen andere am besten bei einem warmen Vollbad.“

Individuelle Diagnose

Wer sich mit Rückenschmerzen in medizinische Behandlung begibt, wird zunächst ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch führen. In Kombination mit körperlichen und bildgebenden Untersuchungen wie Röntgen oder Magnetresonanztomografie stimmen Mediziner aus verschiedenen Fachrichtungen dann idealerweise zusammen das individuelle Vorgehen für die anschließende Therapie ab. „Um den größtmöglichen Nutzen aus Diagnose und Therapie zu ziehen, ist immer die aktive Mitarbeit der Patienten gefragt“, betont Dr. Schneiderhan. „Wer sich darauf einlässt, Stress- und Schmerzfallen aus seinem Alltag zu verbannen und einen positiven Ausgleich sucht, hat bereits den ersten Schritt zur Beschwerdefreiheit getan.“

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Ergonomische Möbel und richtiges Verhalten: zwei gleichberechtigte Säulen der Schmerzprävention

Ergonomische Möbel sind wichtig – doch sie können die vorbeugende Wirkung gegen Rückenbeschwerden nur entfalten, wenn ihre Besitzer sie auch bestmöglich nutzen. Dem richtigen Verhalten kommt bei der Prävention von Rückenschmerzen eine wichtige Rolle zu.

Nach einer Studie der Techniker Krankenkasse verbringt der Mensch durchschnittlich sieben Stunden täglich im Sitzen, an einem Bildschirmarbeitsplatz sind es schnell noch viel mehr. Vor diesem Hintergrund können sich im Lauf der Zeit Beschwerden einstellen, die für den sitzenden Menschen typisch sind: Verspannungen und Schmerzen. Ein gesunder Rücken ist jedoch eine zentrale Voraussetzung für Wohlbefinden und eine hohe Lebensqualität.

Damit ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz seine Wirkung voll entfalten kann, müssen Mitarbeiter die Möglichkeiten nutzen, die er bietet. Denn was bringen ein teurer Bürostuhl und der höhenverstellbare Schreibtisch, wenn sie nicht so eingestellt sind, dass sie wirklich den Bedürfnissen des Mitarbeiters entsprechen? Oft genügen einfache Mittel, vorhandenes Potenzial besser auszuschöpfen.

Gehen Sie zum Beispiel immer wieder diese einfache Checkliste durch:

Kennen Sie wirklich alle Einstellungsmöglichkeiten Ihres Bürostuhls? Gibt es eine Bedienungsanleitung, die Ihnen noch das eine oder andere Geheimnis verrät?

Stützt ihr Stuhl die Wirbelsäule ausreichend? Brauchen Sie weitere individuelle Hilfsmittel?

Sind nicht nur ihr Stuhl sondern auch der Schreibtisch an Ihre Körpergröße angepasst, so dass Knie und Ellbogen jeweils einen rechten Winkel bilden?

Nutzen Sie alle vorhandenen Möglichkeiten, Ihren Bildschirm auf der für Sie passenden Höhe zu platzieren?

Können Sie die Lichtverhältnisse an Ihrem Arbeitsplatz noch verbessern, um die Belastung der Augen und die Gefahr von Kopfschmerzen reduzieren?

Achten Sie bei Sitzen, Stehen und Gehen auf Ihre Haltung? Sorgen Sie für Abwechslung durch Pausen und Bewegung?

Sind Sie Kolleginnen und Kollegen mit Ihrem rückenschonenden Verhalten am Arbeitsplatz ein Vorbild?

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Mit gesundem Rücken durch das Jahr 2015

Kommen Sie unbeschwert durch das Jahr 2015. Damit Ihr Rücken in den nächsten zwölf Monaten schmerzfrei bleibt ist es wichtig, dass sie körperlich aktiv sind.  Lassen Sie dabei aber auch die Mußestunden nicht zu kurz kommen und vor allem: Nehmen Sie sich bei alledem nicht zu viel vor. Auch kleine Veränderungen können Großes bewirken.

Winter
Wenn es draußen trüb und kalt ist, fällt es vielen Menschen besonders schwer in Bewegung zu bleiben. Dabei kann Sport im Schnee viel Freude machen. Es muss ja nicht gleich die Skipiste sein – auch ein Spaziergang oder das gemeinsame Walken im Winterwald wecken die Lebensgeister und mobilisieren die Muskulatur. Gefahren für den Rücken lauern jetzt durch Überlastungen des untrainierten Körpers beim Wintersport oder bei Arbeiten wie dem Schneeschaufeln: Achten Sie hierbei darauf, den gesamten Körper statt nur ihren Rücken zu drehen und verteilen Sie Belastungen möglichst gleichmäßig auf die gesamte Wirbelsäule.

Frühling
Wenn der Lenz erwacht heißt es spätestens: Nichts wie nach draußen! Die Sonne lockt nun auch Wintersmuffel auf das Fahrrad, auf Inlineskates oder zum Laufen – und das ist gut so. Ungünstige Belastungen des Rückens drohen beim Frühjahrsputz und der beginnenden Gartenarbeit. Hier gilt es, schwere Lasten mit geradem Rücken zu heben und bei der Verwendung von Putzhilfen wie Staubsauger oder Besen auf einen Teleskopstiel zu achten, mit dem sich das Utensil an die individuelle Körpergröße anpassen lässt.

Sommer
Sommerzeit ist Urlaubszeit, doch nicht automatisch auch für den Rücken eine Erholung. Lange Anreisewege zum Urlaubsziel etwa können der Wirbelsäule ganz schön zusetzen. Machen Sie auf Autofahrten regelmäßige Bewegungspausen und sorgen Sie auch im Zug für Abwechslung beim Sitzen. Schweres Gepäck sollte so beschaffen sein, dass es sich gut tragen oder ziehen lässt.

Herbst
Nach einer Zeit voller Aktivitäten darf die Entspannung nicht zu kurz kommen. Das gilt das ganze Jahr über, ganz besonders aber im Herbst. Wenn die Tage kürzer werden ist die beste Zeit für Wellness. Verwöhnen Sie Ihren Rücken mit einem Besuch im Schwimmbad, im Dampfbad oder in der Sauna, mit Massagen oder einfach nur ein paar ruhigen Stunden im Hause. Vielleicht machen Sie jetzt im Herbst ja auch Bekanntschaft mit einer Entspannungsmethode wie dem Autogenen Training, die sie zukünftig gern in ihren Alltag integrieren wollen.

Gesund druch das Jahr

Gesund durch das Jahr

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Testen Sie Ihr Rückenrisiko

Ob Ziehen, Drücken oder Stechen: Jeder Mensch leidet mindestens einmal in seinem Leben unter Rückenschmerzen. Wir wissen, dass sich der Lebensstil auf die Entstehung von Wirbelsäulenproblemen auswirkt. Daher gilt es, im Alltag auf einen gesunden Umgang mit dem eigenen Rückgrat zu achten. Welche Faktoren hierbei unter anderem eine Rolle spielen können, erfahren Sie in dem folgenden Test.

Bitte wählen Sie pro Frage jeweils eine Antwortmöglichkeit an und zählen Sie am Ende Ihre Punkte zusammen. In der Auswertung erfahren Sie, ob Sie Ihren Alltag rückenfreundlich gestalten.

1. Wie oft üben Sie sportliche Aktivitäten aus?
a. Ich treibe gar keinen Sport. (3)
b. Zwar gehe ich ein- oder zweimal die Woche länger spazieren, für mehr Bewegung reicht es jedoch zeitlich leider nicht. (2)
c. Ich führe einen aktiven Lebensstil, gehe zweimal die Woche in einen Fitnesskurs und versuche auch darüber hinaus immer mal wieder beim Walking oder Jogging ins Schwitzen zu kommen. (0)
d. Meist bewege ich mich zweimal die Woche bei sonstigen sportlichen Aktivitäten. (1)

2. Essen Sie regelmäßig Obst und Gemüse?
a. Ab und zu esse ich mal einen Apfel, meist ernähre ich mich aus Zeitgründen jedoch eher ungesund. (2)
b. Ich versuche, jeden Tag mindestens zwei Portionen Obst oder Gemüse zu essen. (0)
c.  Obst oder Gemüse kommt bei mir nur sehr selten auf den Tisch. (3)

3. Leiden Sie unter Schlafmangel?
a. Unter der Woche leide ich oftmals unter Schlafstörungen. Am Wochenende gleiche ich das jedoch wieder aus und schlafe genug. (1)
b. Ich schlafe fast immer ausreichend, sodass ich morgens ausgeruht aufstehen kann. (0)
c. Ja, ich leide unter Schlafmangel. Mehrmals die Woche komme nur auf vier Stunden. (3)

4. Sind Sie übergewichtig?
a. Nein, mein Körpergewicht ist in Relation zu meiner Größe vollkommen normal. (0)
b. Ich weiß, dass ich abnehmen muss, leider fehlt mir bisher die Motivation dazu. (2)
c. Eigentlich leide ich eher unter Untergewicht. Ich versuche schon seit Längerem zuzunehmen, bisher jedoch erfolglos. (2)

5. Üben Sie tagsüber sitzende/stehende Tätigkeiten aus?
a. Ich sitze/stehe täglich bis zu neun Stunden und in meiner Freizeit bin ich auch eher inaktiv und lümmle viel auf dem Sofa herum. (3)
b. Ich sitze/stehe den gesamten Arbeitstag. Um nicht zu verkrampfen, verändere ich meine Haltung aber immer mal wieder. (1)
c. Tagsüber sitze/stehe ich viel. Um einen Ausgleich für die starre Haltung zu schaffen, bewege ich mich in der Freizeit dafür mehrmals in der Woche beim Sport. (0)
d. Nein. Mein Arbeitsalltag ist sehr aktiv und ich bewege mich viel. (0)

6. Heben oder tragen Sie bei der Arbeit sehr schwer?
a. Nein. (0)
b. Ja. (3)

7. Rauchen Sie?
a. Nein. (0)
b. Gelegentlich. (1)
c. Ja. (2)

8. Trinken Sie Alkohol?
a. Nein. Ich trinke gar keinen Alkohol. (0)
b. Gelegentlich trinke ich am Wochenende mal ein Glas Wein oder Bier. (1)
c. Ja. Ich trinke eigentlich jedes Wochenende Alkohol. (2)

9. Wenn Sie sich zwischen Fahrstuhl und Treppe entscheiden können – was wählen Sie?
a. Immer den Fahrstuhl. (3)
b. Je nachdem, wie ich mich gerade fühle, den Fahrstuhl oder die Treppe. (2)
c. Immer die Treppe. (0)

10. Achten Sie darauf, Verspannungen in der Muskulatur durch eine rückenfreundliche Haltung zu vermeiden?
a. Definitiv. Mein Arzt hat mir bereits nützliche Tipps für eine gesunde Haltung gegeben, die ich regelmäßig umsetze. (0)
b. Es gelingt mir nicht immer, aber ich werde auf eine gesunde Körperposition achten. (1)
c. Nein. Leider verkrampfe ich viel zu häufig und merke das im Beruf sowie im Alltag. (3)

Und hier die Auswertung:

0-7 Punkte
Ihren Antworten zufolge  versuchen Sie, ihren Rücken nicht zu überlasten und achten auf eine gesunde Haltung. Auch wenn Ihnen das nicht jeden Tag gelingt, gemeinsam mit einer ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung haben Sie alles im Griff. Tipp: Falls die Wirbelsäule doch einmal schmerzt, hilft in vielen Fällen schon ein Entspannungsbad. Das lockert die Muskulatur und gibt Ihnen neue Energie.

8-15 Punkte
Alle Antworten deuten darauf hin, dass Sie oftmals eine starre Haltung einnehmen und Ihr Rückgrat daher unter Verspannungen leidet. Möglicherweise treten Schmerzen auf, die Sie teilweise nicht schlafen lassen. Wichtig: Verkrampfungen im Rückgrat können zu einschränkenden Fehlhaltungen führen. Um weitreichenderen Folgen wie beispielsweise Bandscheibenvorfällen entgegenzuwirken, sollten Sie nicht nur auf ein rückenfreundlicheres Umfeld achten, sondern zum Ausgleich auch mehr Sport treiben.

16-27 Punkte
Ihre Antworten deuten darauf hin, dass Sie bereits seit längerer Zeit unter Beschwerden am Rücken leiden. Sind Sie beruflich sehr eingespannt und finden auch in Ihrer Freizeit keine Zeit für einen aktiven Ausgleich, benötigt Ihr Muskelapparat neue Reize. Lassen Sie ihre Beschwerden von einem Arzt abchecken. Dieser gibt Ihnen gern Tipps, wie Sie Ihrer Wirbelsäule auch in stressigen Zeiten etwas Gutes tun können. Mit etwas Geduld lösen sich unangenehme Verspannungen und Sie beugen erneuten Beschwerden wirksam vor.

Bitte beachten Sie, dass bei bestehenden akuten Beschwerden dieser Test einen Arztbesuch nicht ersetzen kann.

 

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Haltung bewahren – schon der Seele zuliebe

Die Universität Witten/Herdecke berichtet:

Hängende Schultern, schlurfender Schritt

Willkürlich lachen oder sich mal so richtig im Spiegel anstrahlen – diese Tricks gegen schlechte Laune sind bekannt. Menschen mit Verstimmungen haben nun vielleicht noch eine weitere Option, ihre Stimmung zu heben: durch die Veränderung der Gangart.

Schon länger weiß man aus Untersuchungen, dass sich das Gangbild von Depres­siven und nicht Depressiven unterscheidet. In einer Untersuchung wurden nun Probanden angeleitet, ihr Gangmuster so zu verändern, dass sie entweder “fröhlicher” oder “trauriger” gelaufen sind als gewöhnlich. Zudem wurden ihnen positive und negative Worte präsentiert.

Gangmuster wirkt auf die Psyche

In einem anschließenden Gedächtnistest zeigte sich, dass Versuchspersonen, die mit hängenden Schultern schlurfend gingen, mehr negative Wörter behalten haben – ein Muster, das auch immer wieder bei Depressiven gefunden wird. Probanden, die “fröhlich” gelaufen sind, konnten sich hingegen mehr positive Wörter merken.

„Das zeigt uns, dass unsere Art sich zu bewegen Auswirkung darauf hat, ob wir eher positive oder negative Informationen verarbeiten“, erklärt Professor Johannes Michalak von der Universität Witten / Herdecke, einer der Studienautoren. „Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Körper, hier der Gangart, und der Psyche, hier der Art, welche Informationen wir uns merken. Solche Ergebnisse könnten in Zukunft dazu verwendet werden, Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Depressionen zu entwickeln, die über eine Veränderung von körperlichen Prozessen wirken”, so Michalak.

 

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Gesundheitsreport 2014: Fehlzeiten durch Rückenschmerzen weiterhin hoch

Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse erhebt regelmäßig Daten zu Fehlzeiten und zur Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern in Deutschland. 2014 widmet sich der Report dem Schwerpunktthema “Risiko Rücken”. Zum ersten mal seit vielen Jahren weist er für 2013 keine Steigerung bei den durch Rückenschmerzen bedingten Fehltagen auf. Allerdings stagnieren diese auf einem sehr hohen Niveau. Für jeden zehnten Fehltag in Deutschland sind Rückenschmerzen verantwortlich.

Junge Menschen häufig betroffen

Männer und Frauen fehlen in etwa gleich häufig am Arbeitsplatz, weil sie unter Rückenschmerzen leiden. Im Vergleich zu anderen Erkrankungen überdurchschnittlich oft betroffen sind dagegen jüngere Menschen. Es ist kein Altersphänomen, dass Belastungen und schlechte Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz wie Teilzeitarbeit oder Leiharbeit zu langen schmerzbedingten Fehlzeiten und zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Risiko Berufsgruppe

Detailliert Zusammenhänge weist der Report zwischen der Art der ausgeübten Tätigkeit und der Gefahr von Rückenschmerzen nach: Es sind vor allem Berufsgruppen betroffen, die einer hohen oder einseitigen körperlichen Belastung ausgesetzt sind wie Bau-, Metall- und Holzberufe. Auch Männer und Frauen aus Reinigungsberufen erkranken häufiger als andere an der Wirbelsäule.

Krank durch Bewegungsmangel

Bei weiteren Berufsgruppen wie den Berufskraftfahrern führt Bewegungsmangel zur Erkrankung. Wer sich selbst schützen möchte, beugt mit regelmäßiger Bewegung am besten vor. Mehr als ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland bewegt sich im Alltag nur eine Stunde am Tag – das ist zu wenig. Gezieltes Training hält die Wirbelsäule gesund und trägt dazu bei, einseitige Belastungen des Bewegungsapparates am Arbeitsplatz auszugleichen.

 

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